Kirche

Die Ellingshäuser Kirche wurde 1775 anstelle einer älteren Kirche erbaut. Es handelt sich um einen äußerlich schlichten rechteckigen einschiffigen Saalbau mit rechteckigem Chor. Der beschieferte östliche Dachturm hat eine vierfenstrige Glockenstube und eine sechseckige Schweifkuppellaterne mit kleiner Kuppel. Die schlanke Spitze wird von einer Wetterfahne mit Henne und einem vierstrahligen Stern bekrönt.



Adressdaten


  • 98617 Ellingshausen
    Kirche 4

Beschreibung


An die Nordwand des Langhauses sind die ehemalige Gruft der Grafen von Bose und die Sakristei angebaut. Die teilweise noch erhaltene Ringmauer weist auf die ehemalige Wehrhaftigkeit der Kirche hin. Ursprünglich vorhandene Gaden sind nicht mehr erkennbar. Im Kircheninneren sind Altarbereich sowie die Brüstungsfelder der Emporen und die Seitenwangen des Gestühls einheitlich dekoriert: auf hell bzw. dunkel gebeizte Hölzer wurde helles Schnitzwerk in Rokokomanier aufgebracht.

Die Ausstattung wirkt weniger durch künstlerische Details als durch ihre Geschlossenheit und ist in dieser Art einmalig in Südthüringen. In dem kartu­schenartigen Aufbau über dem Kanzelkorb befindet sich symbolisch das Gottesauge, ein­geschlossen in das Dreieck der Trinität und umgeben von dreifach gegliederten Strah­lenbündeln mit Wolken und Engelsmasken. Die beiderseits in Höhe der Kanzel stehenden Holzplastiken stellen Johannes und Petrus dar. Die Orgel mit einem dem übrigen Schnitzwerk angepassten Prospekt befindet sich auf der Ostempore über dem Kanzelaltar. Die schwarz schablonierten Muster an der Kasettendecke sind eine Zutat der Renovierung von 1899.

Eine Besonderheit ist der über dem Altarraum schwebende, frisch restaurierte Taufengel, der bei Taufen heruntergelassen wird und die Taufschale in Händen hält.