Stadtkirche "Unserer Lieben Frauen"

Heinrich II. soll nach seiner Krönung zum König während der Huldigungsreise bei seinem Aufenthalt in Meiningen Anfang Januar 1003 den Baubeginn der Kirche veranlasst haben. Im Jahr 1008 ist die Kirche urkundlich zum ersten Mal erwähnt worden. Nachdem die Kirche zunächst als turmlose vorromanische Basilika mit einfacher Apsis begonnen und der Mutter Jesu, Maria, geweiht wurde, veranlasste Bischof Bruno von Würzburg Ostern 1034 die Errichtung eines Chores und eines Querschiffes.



Adressdaten


Daten & Fakten


  • Baujahr: 1005/ 1889
  • Baustile: gotisch, neugotisch
  • Besonderheiten: gotisches Kruzifix, steinerne Madonna, Kirchenfenster von Gerhard Olbrich 1961, Reger-Orgel, die Kirche wurde mehrfach erweitert und umgebaut, zuletzt 1884-1889, Doppelturm, farbige Dachziegel dem Wiener Stephansdom nachempfunden
  • Öffnungszeiten Sommer: Mai-Oktober:So nach dem 10 Uhr-Gottesdienst, Di-Fr 10-17 Uhr, dienstags 12 Uhr Andacht "15 Minuten für Gott", mittwochs 14 - 18 Uhr Turmöffnung, samstags,sonn- und feiertags nach Vereinbarung
  • Öffnungszeiten Winter: nach Vereinbarung

Profil


Rad- oder Wanderweg - Wir liegen an einem Rad-/wanderweg. Café - Wir führen ein Kirchen-Café. Veranstaltungen - Wir führen besondere Veranstaltungen durch (z.B. Konzerte oder Ausstellungen). Gebetsort - Wir haben einen besonderen Gebetsort (z.B. Lichterbaum, Kapelle, Kreuzgang o.Ä.). Toilette - Im Umkreis von 100m finden Sie eine öffentliche Toilette. verlässlich geöffnet - Wir führen das Signet "Verlässlich geöffnete Kirche". Gottesdienst - Bei uns findet regelmäßig Gottesdienst statt. Bibel zur Lektüre - Bei uns liegt eine Bibel zur Lektüre aus. Trinkwasser - Bei uns gibt es Trinkwasser in der Nähe. Führungen - Wir bieten auf Nachfrage Führungen an. Kirchenführer - Wir bieten einen gedruckten Kirchenführer.

Beschreibung


Die ehemalige Residenzstadt Meiningen ist auch heute als Theater-und Kulturstadt von überregionaler Bedeutung. Die Stadtkirche "Unserer lieben Frauen" erhebt sich an prominenter Stelle im Zentrum der Meininger Altstadt an der Südseite des Marktes. Sie ist der bedeutendste Sakralbau Meiningens und die dreischiffige Hallenkirche gilt als ein Wahrzeichen der Stadt.

Heinrich II. soll nach seiner Krönung zum König während der Huldigungsreise bei seinem Aufenthalt in Meiningen Anfang Januar 1003 den Baubeginn der Kirche veranlasst haben. Im Jahr 1008 ist die Kirche urkundlich zum ersten Mal erwähnt worden. Nachdem die Kirche zunächst als turmlose vorromanische Basilika mit einfacher Apsis begonnen und der Mutter Jesu, Maria, geweiht wurde, veranlasste Bischof Bruno von Würzburg Ostern 1034 die Errichtung eines Chores und eines Querschiffes.

Der Abschluss der Bauarbeiten fand 1045 statt. Nach 1100 begann man an der Westfront mit dem Aufbau der beiden Türme und der Marienkapelle an der Südseite der Kirche. Nach diversen Bränden und der Vollendung des Erweiterungsbaus weihte am 7. Juni 1278 der Würzburger Bischof Berthold II. von Sternberg die romanische Kirche zum zweiten Mal auf den Namen "Unserer lieben Frauen".

Im 15. Jahrhundert entstand nach dem Vorbild französischer Kathedralen der bis heute bestehende gotische Chor und das an der Nordseite erbaute Querhaus mit Sakristei und Bibliothek.

1542 gelangte Meiningen in den Herrschaftsbereich der Grafen von Henneberg. Sie führten 1544 die Reformation ein und die Stadtkirche wurde evangelisch.

1884-1889 erfuhr die Kirche mit dem Bau eines neuen gotischen Langhauses die größte bauliche Veränderung in ihrer Geschichte. Zudem wurde über dem Mittelschiff, der Sakristei und dem bestehenden Chor 1888/89 ein neues Kirchendach errichtet, das nach dem Vorbild des Stephansdoms in Wien mit farbigen glasierten Ziegeln gedeckt wurde. Die zwischen den Türmen entstandene Lücke schloss man mit dem neoromanischen Hauptportal, der alten romanischen und der neuen gotischen Rosette und einem neoromanischen Giebel.

Anfang der 80ger Jahre wurde die Kirche neu ausgemalt.

Darüber hinaus wird die Kirche sehr genutzt für große musikalische Aufführungen, für den Meininger Orgelsommer und für Konzerte der Weltmusik. In den Monaten Mai bis Oktober ist unser so genanntes "Türmerkaffee" (frühere Küsterwohnung über den Dächern Meiningens) mit Kaffee, Kuchen und Turmbesteigung geöffnet.

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